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Bild: knallgrün / photocase.de

Digitalkompetenz erhöht Jobchancen

Verena Berghof

Digitalkompetenz kann ein entscheidender Vorteil bei der Jobsuche sein. Welche Basics werden heutzutage in vielen deutschen Büros von neuen Mitarbeitern erwartet?

Man muss kein digitaler Nomade sein, um mit einem digitalen Werkzeugkasten zu arbeiten. Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder bewertet die Weiterbildung im Bereich der digitalen Kompetenz als Pflichtfach aller Unternehmen bzw. Mitarbeiter: „Die Unternehmen müssen mit dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter souverän mit digitalen Geräten und Anwendungen umgehen können. So kann jeder einzelne Mitarbeiter vom Getriebenen zum Gestalter der digitalen Welt werden. Wer sich souverän in der digitalen Welt bewegt, wird sich weniger schnell unter Stress setzen lassen.“ Laut Bitkom-Präsident Achim Berg werde Digitalkompetenz in allen Branchen zur Kernkompetenz.

Studien und Einschätzungen von verschiedenen Unternehmern belegen, dass die Digitalkompetenz deutscher Unternehmen überwiegend auf wackligen Beinen steht. Mitarbeiter beklagen, dass es an Zeit und Weiterbildungsangeboten fehle. Laut einer Studie der Technischen Universität München können nur 16 Prozent der Unternehmen eine Strategie vorweisen, mit der sie Mitarbeiter in Digitalkompetenz qualifizieren. Unternehmen sind also vor allem im digitalen Bereich auf externes Wissen angewiesen. Wer auf Jobsuche ist, kann dementsprechend mit digitaler Kompetenz punkten oder sich gar den entscheidenden Vorsprung sichern. Ein paar Basics sind jedoch heutzutage so gefragt, wie der Autoführerschein in der mobilen Pflege.

Deine Digitalkompetenz: Diese Anwendungen solltest du kennen

Natürlich erfordern unterschiedliche Jobs verschiedene Fähigkeiten. Manche Anwendungen und Programme, oder Abbilder davon, finden sich allerdings im Gro der Unternehmen wieder. Die folgenden digitalen Anwendungsszenarien solltest du dir deswegen wenigstens schon mal angeschaut haben. 

Office: Anwendungen im klassischen Büro-Alltag

Mailprogramm, Kalender, Präsentationen und Textvorlagen sind das Minimum an digitalen Programmen, die genutzt werden. Microsoft Office verzeichnete im Jahr 2015 im Bereich Bürosoftware einen Marktanteil von 92 Prozent. Wer im Büro arbeiten möchte, sollte deswegen ein paar Basisfunktionen im Textverarbeitungsprogramm Word beherrschen. Das gleiche gilt für den Outlookkalender, Präsentationen mit Powerpoint, Berechnungen und tabellarische Darstellungen in Excel. Wer im Lebenslauf allerdings fortgeschrittene oder gar exzellente Office-Kenntnisse angibt, sollte mehr als die Basics beherrschen. Je nach Level, bieten sich Online-Weiterbildungen oder Kurse an der Uni oder der Volkshochschule an.

Ideen und Wissen verwalten

Wir alle kennen das: Gerade hast Du noch ein Thema wild diskutiert, da erscheint ein informativer Artikel dazu online. Wir teilen den Link via E-Mail oder Chat. Blöd nur, wenn wir den Link in einem halben Jahr noch mal brauchen und ihn nicht wiederfinden. Das gleiche gilt für Ideen und Notizen. Für solche Fälle gibt es tolle Online-Tools wie Evernote, Instapaper oder Pocket. Hier kannst Du ein digitales Notizbuch anlegen, mit dem Du Deinem Gedächtnis im Zweifel schnell auf die Sprünge helfen kannst.

Vernetzte Teamarbeit: Chats, Workplaces und Teamkultur

Die genutzten Anbieter und Programme wie Chats und digitale Arbeitsräume sind dagegen vielfältiger und reichen sogar in Konzernen bis hin zu eigens entwickelten Collaboration Rooms. Die Einarbeitung in die jeweilige Struktur kann man natürlich erst im Unternehmen machen. Ein bewusster Umgang mit diesen Tools ist in Zeiten von Homeoffice und international arbeitenden Teams wichtiger denn je. Manche Teams arbeiten nur in virtuellen Arbeitsräumen miteinander, sodass ein technisches Verständnis genauso wichtig wird wie Teamfähigkeit.

Häufig werden solche Tools bereits an der Uni genutzt: An vielen Hochschulen hat sich etwa Slack längst als wichtiges Werkzeug zur Zusammenarbeit unter den Studenten eines Seminars oder eines kompletten Jahrgangs etabliert. In dem Fall erreichst Du Deine Dozenten auf dem kurzen Dienstweg noch deutlich leichter als per E-Mail. Auch trello-Boards haben an vielen Unis ihren Platz gefunden. Hier werden Aufgaben zugeteilt und aktuelle Entwicklungen festgehalten und organisiert.

Bildbearbeitungsprogramme

Irgendwann kommt fast jeder Schreibtischarbeiter in die Verlegenheit eine Idee grafisch aufbereiten zu müssen. Mit der Anzahl an Programmen für die Bearbeitung von Bildern, steigt auch der Anspruch an aufbereitete Grafiken und Präsentationen. Schließlich ist das Zuschneiden und Optimieren von Bilddateien heute einfacher als je zuvor. Ob es das Vorschauprogramm auf deinem Mac ist, Photoshop oder Online-Tools wie Canva und pixlr – Grundkenntnisse sind hier nie verkehrt. Spätestens in der ersten Präsentation sind diese Tools Gold wert.

IT-Sicherheit und -Verständnis

Das Verständnis für IT-Sicherheit ist mindestens genauso wichtig wie die Versicherung des Mitarbeiters in der Arbeitszeit. Gehen wichtige Daten verloren, ärgern sich nicht nur Mitarbeiter und Boss über die verloren gegangene Arbeitszeit, sondern es können im Falle von kriminellen Machenschaften ganze Firmenexistenzen in Gefahr geraten. Deswegen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Firmeninterna, erst recht in digitaler Form, sehr wichtig. Dateien auf dem ungesicherten Laptop ablegen oder sich dann in ein nicht gesichertes Netzwerk einwählen? Keine gute Idee! Mitarbeiter, die neu in einem Unternehmen starten und mit Geräten ausgestattet werden, sollten sich darüber bewusst sein, was sie dürfen und vermeiden sollten. Dazu zählt auch das Herunterladen von Freeware aus dem Internet. Viele Firmen bieten zum Thema IT-Sicherheit Schulungen an. Ist dies nicht der Fall, lieber einmal mehr nachfragen!

Es gibt sicher noch weitere Felder der Digitalkompetenz, die heute und in Zukunft für jeden Mitarbeiter wichtig werden. Um erfolgreich in einem digitalen Umfeld arbeiten zu können, braucht es sowohl Weiterbildungsangebote als auch eigenmächtig handelnde und neugierige Mitarbeiter, die stets neuen Technologien gegenüber offenbleiben.

 

Mit welchen Anwendungen musstet Ihr bereits arbeiten und welche Digitalkompetenzen sollte man auf jeden Fall aus Eurer Sicht beherrschen? Hinterlasst uns gerne Eure Kommentare!

Verena Berghof

Verena Berghof ist diplomierte Online-Journalistin und Kommunikationsberaterin. In der univativ-Redaktion kümmert sie sich primär um Themenplanung, Schlussredaktion und die Social Media Präsenzen des univativ Journals.

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