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Bild: complize / photocase.de

Nicht nur Karneval und Kölsch: Studieren und Arbeiten in Köln

Redaktion

Auf dem Rheinboulevard sitzen und Kölsch trinken. Ab dem 11. November bis Aschermittwoch die fünfte Jahreszeit feiern. Das Kölsche Grundgesetz aus dem Effeff beherrschen und glühender Verehrer des 1. FC Köln sein. Viele Klischees eilen den Kölnern voraus – aber was erwartet diejenigen dort wirklich, die zum Leben, Studieren oder Arbeiten in Köln sind?

 

Dom, Karneval und Kölsch

Wer nach Köln kommt, um sich zu amüsieren, muss sich nicht erklären. Die Vorzüge des Kölner Nachtlebens liegen auf der Hand: In der Metropole ist immer etwas los. Entlang der Zülpicher Straße oder um die Uni tummeln sich viele Clubs, Bars und Kneipen. Namhafte DJs und Bands verschlägt es regelmäßig in die Kölner Clubs wie die Live Music Hall. Bekannte Kultkneipen sind das „Früh“, benannt nach dem Gründer Peter Josef Früh, oder der „Stiefel“, in dem schon Hollywood-Filme gedreht wurden. Gutes Bier gibt es in der Brauerei Päffgen, günstiges im Kiosk um die Ecke. So hält es auch das junge Publikum am Brüsseler Platz, der an lauen Sommernächten ein beliebter Treffpunkt ist.

Nach Lust und Laune einkaufen kann man im Shoppingparadies auf der Hohen Straße, der Schildergasse oder der Breiten Straße. Alternative Geschäfte und Boutiquen im Belgischen Viertel oder Ehrenfeld lassen keine Wünsche offen. Wer sportlich interessiert ist, geht zum Fußball ins Rhein Energie-Stadion oder zum Eishockey in die Lanxess Arena. Wahrzeichen der Stadt und einer der größten Touristenmagnete Deutschlands ist natürlich der Kölner Dom, ein UNESCO-Weltkulturerbe mit ca. 6,5 Mio. Besuchern jährlich. Als kulturelle Spielwiesen dienen daneben fast 30 Museen. Naturverbundene finden einige Möglichkeiten, dem Großstadttrubel zu entfliehen: Gutes Wetter genießt man bei einem Spaziergang durch den Rheinpark, beim Grillen im Grüngürtel oder im Biergarten am Aachener Weiher. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der Kölner Seilbahn: Nichts schlägt die Aussicht aus einer der Gondeln, während man über den Rhein schwebt. Vom Rheinpark kommend empfangen den Fahrgast beim Aussteigen auch gleich die Pforten des Kölner Zoos.

BWL, „Irgendwas mit Medien“ und Informatik studieren

Doch nicht nur wegen des großen Freizeit- und Kulturangebots zieht es Menschen nach Köln. Viele kommen zum Studieren – aus gutem Grund. Die Universität zu Köln wurde bereits im 14. Jahrhundert gegründet und zählt knapp 50.000 Studenten. Vier Nobelpreisträger sind aus ihr hervorgegangen, unter anderem Heinrich Böll. Insbesondere in den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und den Rechtswissenschaften zählt die Uni in Hochschulrankings regelmäßig zu den Top 5 in Deutschland.

Die Technische Hochschule ist mit knapp 25.000 Studenten und 420 Professoren die größte Fachhochschule Deutschlands. Sie ist auf vier Standorte aufgeteilt: zwei in Köln (Campus Südstadt und Campus Deutz), einen in Gummersbach und einen in Leverkusen. Sie ist nur eine von 19 Hochschulen in ganz Köln. Breit aufgestellt sind die ansässigen Hochschulen in den Fächern Medien und Informatik. Die große Auswahl ist der wirtschaftlichen Struktur der Stadt geschuldet: Köln ist vor allem Medien- und Internetstadt.

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Arbeiten in Köln: Medien und Internetwirtschaft

Auch lohnt es sich, aus beruflichen Gründen nach Köln zu kommen. Als viertgrößte Stadt Deutschlands bietet Köln Arbeitsplätze in vielen Branchen. Die Mediengruppe RTL und der WDR machen sie zum bedeutendsten Fernsehstandort Deutschlands. Der Produktionsfirma MMC Studios ist es gelungen, die berühmten Schauspieler Anthony Hopkins und Ben Kingsley für Dreharbeiten an den Rhein zu holen. Als Medienstadt genießt Köln international einen guten Ruf. Gleichzeitig entstehen dadurch zahlreiche Jobchancen für Informatiker und IT-Studenten. Diese werden beim WDR regelmäßig gesucht. Die IT-Branche in Köln boomt, denn gerade im Bereich Web & IT  sind in Köln einige Pioniere hervorgegangen.

So zum Beispiel das Kölner Unternehmen HRS, das bereits 1995 mit der ersten Hoteldatenbank im damals neuen Medium Internet die Online-Hotelbuchung populär machte. Mit mehr als 250.000 Hotels in 180 Ländern ist HRS heute Europas führendes Hotelportal. Als Pionier auf dem Gebiet Computerspiele gilt KaiserGames. Das Unternehmen ist der Anbieter von Deutschlands meistbesuchtem Flashspiele-Portal SpielAffe.de und Inhaber des ersten Social Web Games Fliplife, das 2009 von Ibrahim Evsan und Thomas Bachem in Köln entwickelt wurde. Nicht umsonst findet die „Gamescom“, die weltweit größte Messe für interaktive Unterhaltungselektronik und insbesondere Video- und Computerspiele, jährlich in Köln statt.

Günstig wohnen in Köln

Das gleiche Bild wie in vielen deutschen Großstädten zeigt sich auch in Köln: Preisgünstiger Wohnraum ist rar und die Wohnungssuche für Studenten entsprechend schwierig. In Frage kommt für preisbewusste Neuankömmlinge vor allem Ehrenfeld – dort ist es vergleichsweise günstig, die Nachbarschaft multikulti und eher alternativ. Das Kulturangebot reicht vom Flohmarkt über Theater bis hin zu Konzerten, zudem findet man hier Bars und Kneipen für jeden Geschmack. In Sülz und Lindental lassen sich vorrangig Studenten und Familien nieder. Viele Cafés zeichnen hier das Stadtbild. In Hahnwald residiert in großzügigen Villen die Kölner Oberschicht.

Wirtschaftsinformatiker und Controller gesucht

Weitere namhafte Software-Unternehmen mit dem Schwerpunkt Unterhaltungsindustrie haben einen Sitz in der Stadt: Electronic Arts, Microsoft oder Turtle Entertainment. Letztere wurde im Jahr 2000 gegründet. Das Unternehmen betreibt beispielsweise die Electronic Sports League (ESL), die größte europäische Liga für Computerspieler. Mit über zehn Millionen Visits im Monat gehört das Liga-Portal esl.eu laut IVW zu den größten Internetauftritten Deutschlands. Für IT’ler bietet die Spielebranche vielfältige Jobchancen.

Allgemein suchen Kölner Unternehmen gute Informatiker, häufig mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Die größten Arbeitgeber sind jedoch nicht die Software-Unternehmen, sondern die Stadt Köln mit 18.600 Mitarbeitern (ohne Stadtwerke), die Ford-Werke mit 17.650 Mitarbeitern und der Bayer-Konzern im nicht weit entfernten Leverkusen mit 13.900 Beschäftigten. Auch jobsuchende Studenten der Wirtschaftswissenschaften mit IT-Affinität dürften branchenübergreifend in den Bereichen Logistik (Deutsche Post), Pharma/Chemie (Bayer) oder im Versicherungswesen (Generali, AXA) fündig werden. Hier sind besonders Controller gefragt.

Eine gute Uni, ein breites Angebot an Studiengängen und zahlreiche Jobchancen für Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler – wem das noch nicht genug Gründe sind, dem sei ein letzter genannt: die tolerante, selbstironische und gesellige Mentalität der Kölner. In der Metropole ist jeder willkommen und die Branchenvielfalt bietet sogar Nischen für Quereinsteiger.

Bild: complize / photocase.de

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