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Bild: FemmeCurieuse / photocase.de

Digitale Hochschule: Studenten erwarten besseres Digital-Angebot von Unis

Redaktion

Digitale Hochschule? Nicht in Deutschland. Während die aktuelle Studentengeneration bereits mit digitalen Medien aufgewachsen ist, tun sich die Hochschulen noch schwer mit dem Puls der Zeit mitzuhalten. Dieses Bild zeichnet der aktuelle unicensus kompakt, für den univativ über 900 Studierende in ganz Deutschland befragte.

91 Prozent der Studenten an deutschen Unis sagen, dass ihre Hochschulen nicht digital genug sind. Dabei geht es den Studenten offenkundig vor allem um das Lernen und die Teilnahme an Vorlesungen – egal, von welchem Ort aus. So wünschen sich 61 Prozent der Studenten das Streamen von Vorlesungen. Knapp die Hälfte (44 Prozent) würde sogar gerne per Videotelefonie an der Vorlesung teilnehmen. 27 Prozent wünschen sich eine Austauschmöglichkeit mit den Professoren und Kommilitonen über Online-Kommunikationstools. Etwa ein Drittel (29 Prozent) der Studenten wünschen sich eine Hochschul-App.

Digitalkompetenz der Hochschulen offenbar ausbaufähig

Nur 22 Prozent der befragten Studierenden haben keine Bedenken bezüglich der Digitalisierung an ihrer Uni. 41 Prozent befürchten eine instabile WLAN-Verbindung. Fast ein Drittel (31 Prozent) ist besorgt über einen möglichen Datenverlust seitens des Uniservers. 29 Prozent hegen Bedenken gegenüber dem Umgang der Hochschule mit ihren persönlichen Daten. 13 Prozent der befragten Studenten befürchten sogar eine mögliche Manipulation ihrer Daten durch Hochschulangehörige.

Studenten unzufrieden mit Digitalkompetenz der Professoren

Einen unterschiedlichen Stand der Professoren im Hinblick auf die Nutzung digitaler Hilfsmittel und Angebote bemängelt gut die Hälfte (52 Prozent) der Studenten. Ein Viertel der Studenten ist unzufrieden mit der digitalen Erreichbarkeit der Professoren sowie dem digital verfügbaren Informationsangebot.

Studierende erwarten, dass ihr privates Nutzungs- und Kommunikationsverhalten auch im Unialltag funktioniert. Hier klaffen Wunsch und Wirklichkeit aktuell weit auseinander. Es steht außer Frage, dass diese Haltung mehr als ernst zu nehmen ist, denn die Studierenden werden die digitale Transformation in deutschen Unternehmen weiter vorantreiben. Zur Entwicklung der Fähigkeiten, die sie dafür benötigen, brauchen sie ein innovatives Lernumfeld. Eine engere Vernetzung von Hochschulen und Wirtschaft kann dazu beitragen, den Studierenden durch Praxiseinblicke ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu vermitteln.

Digitale Hochschule: Nicht nur Studenten sehen Handlungsbedarf

Auch die im Hochschul-Bildungs-Report 2020 (Report 2017/2018) veröffentlichten Handlungsempfehlungen vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Zusammenarbeit mit McKinsey weisen auf die langsame Entwicklung in Deutschlands Bildungssystem hin. Die Autoren empfehlen den Ausbau von Fähigkeiten und Kenntnissen im Umgang mit digitalen Technologien als einen Schwerpunkt für die Bildungspolitik. „Der Wandel hin zu einem digitalen, flexiblen und berufsorientierten System ist noch lange nicht geschafft“, so eine der Schlussfolgerungen. So konnten in der Untersuchung Online-Serviceangebote wie Kursbelegungen bei nur 25 Prozent der Hochschulen identifiziert werden. Demnach haben 75 Prozent der Hochschulen entweder keine Weiterbildungsangebote oder keine digitalisierten Angebote.

Ein aktuelles Projekt zeigt hingegen Möglichkeiten auf, die Studierende positiv stimmen sollten. Das Hochschulforum Digitalisierung möchte die Potenziale einer (inter-)nationalen Plattform für die Hochschullehre ausloten. Diese Plattform soll es ermöglichen, hochschulübergreifend Kurse zu belegen und anrechnen zu lassen. Eine solche Plattform wäre für alle wissenschaftlichen Lernangebote offen und damit eine technische Lösung auch für jene Hochschulen, die bislang nicht über eine eigene Kursplattform verfügen. Die Machbarkeitsstudie dazu soll bis Ende April 2018 umgesetzt werden.

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Redaktion

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