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Bild: MMchen / photocase.de

Mama zahlt! Wenn Eltern das Studium finanzieren

Olaf Kempin

Das Studium finanzieren Mama und Papa. 1.250 Studenten hat univativ für den aktuellen unicensus kompakt befragt. Fast jeder Zweite gab an, seinen Lebensunterhalt hauptsächlich mit finanzieller Unterstützung von Zuhause zu bestreiten. Ein wenig überraschend ist dieses Ergebnis schon. Denn wie steht es um die klassische Einnahmequellen von Studenten? Was ist mit BAföG oder dem beliebten Nebenjob in der Gastronomie? Offenbar kommen diese Optionen erst auf den Plan, wenn das Geld von Zuhause nicht reicht. Unabhängig davon, ob nun die Eltern unterstützen oder der Nebenjob die Miete zahlt: Die Mehrheit der Studenten ist mit ihrer finanziellen Situation zufrieden.

 

 

Studium finanzieren: Quelle sind Eltern, Nebenjob und BAföG

In der Hauptsache gibt es drei Möglichkeiten, die Studenten zur Finanzierung ihres Studiums nutzen: Eltern, Nebenjob und BAföG. 71 Prozent der Studenten, die deutschlandweit befragt wurden, bekommen Geld von ihren Eltern. An zweiter Stelle folgen die Einnahmen aus einem Nebenjob. Platz drei belegt das BAföG. Andere Finanzierungsmöglichkeiten wie Bildungskredite oder Stipendien spielen hingegen kaum eine Rolle. Im Vergleich zu Befragungen in der Vergangenheit zeichnet sich ein ganz klarer Trend ab. Eltern sind längst die entscheidende Finanzierungshilfe für das Studium geworden.

Schon vor dem Start des Wintersemesters 2016/17 wurde bekannt, dass die Zahl der BAföG-Empfänger erneut gesunken ist. Auch der unicensus kompakt bestätigt diese Entwicklung. Nicht mal mehr ein Drittel der Befragten finanziert sein Studium mit staatlicher Unterstützung. Noch eine Hochschul-Generation zuvor verließ sich nur jeder Zweite auf das Geld der Eltern. Zwei Drittel der Studenten hatten einen Nebenjob, ein Drittel konnte das Studium mit BAföG finanzieren. Es ist also nur ein sehr kleiner Teil der Studenten, die aus eigener Kraft ihr Studium finanzieren.

Eltern tragen Löwenanteil der Studienfinanzierung

Aber nicht nur die Einnahmequellen an sich haben sich verändert. Auch die jeweilige Bedeutung hat sich verschoben. Für fast jeden zweiten Studenten hat das Geld der Eltern den größten Anteil an der Studienfinanzierung. Ein deutlich geringerer Teil der Befragten hat einen Nebenjob, mit dem sie ihr Studium finanzieren. Der Trend geht also klar in eine Richtung: Studentenjobs und staatliche Unterstützung spielen bei der Finanzierung der akademischen Ausbildung eine immer kleinere Rolle.

Das Studium belastet heute deutlich stärker den Geldbeutel der Eltern. Die sind sich bewusst, dass ihr Geld in der Ausbildung ihrer Kinder gut angelegt ist. Aber nicht jede Familie besitzt die finanziellen Mittel, um dem Nachwuchs das Studium bezahlen zu können. Bildung sollte keinesfalls ausschließlich vom Portemonnaie der Eltern abhängen. Zumal vorhandene Finanzierungsmöglichkeiten längst nicht ausgeschöpft werden. Die Nutzung von Stipendien und Bildungskrediten liegt aktuell nur im einstelligen Prozentbereich.

Studenten: Arm, aber zufrieden

Egal, welche Quellen für die Finanzierung des Studiums genutzt werden: Die Studenten sind zum überwiegenden Teil mit ihrer wirtschaftlichen Situation zufrieden. Über 70 Prozent der Befragten haben monatlich mindestens 600 Euro zur Verfügung, 28 Prozent sogar 800 Euro oder mehr. Aber auch die Studenten, die im Monat mit weniger als 600 Euro auskommen müssen, sind nicht automatisch unzufrieden.

Wer also nur ein bescheidenes Monatsbudget zur Verfügung hat, sollte sich damit auseinandersetzen, wie sich der Kontostand verbessern lässt. Wer neben der Uni arbeitet, profitiert nicht nur von einem größeren finanziellen Spielraum, sondern sammelt ganz nebenbei auch noch Berufserfahrung, die für den Lebenslauf sehr wertvoll sein kann. Genauso kann ein Stipendium eine gute Finanzierungshilfe sein, denn diese Option steht längst nicht mehr nur Überflieger vorbehalten.

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Olaf Kempin

Olaf Kempin ist Gründer und einer von drei Geschäftsführern von univativ. Im univativ Journal schreibt er in eigener Sache und kommentiert Geschehnisse im Bereich Personalvermittlung, Recruiting, Lehre und Praxis.

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