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Bild: kallejipp / photocase.de

Leben in Stuttgart für Anfänger

Redaktion

Landläufig gilt der Südwesten nicht als aufregendste Region Deutschlands. Das Leben in Stuttgart lässt sich doch am ehesten mit bodenständig beschreiben. Angela Merkel beschwört die gewissenhafte schwäbische Hausfrau, wenn es um vernünftiges Haushalten geht. Und der Dialekt, nun ja, den kommentieren selbst die eigenen Imagehüter mit einem Augenzwinkern. So nutzt Baden-Württemberg den Slogan „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ im Corporate Design. Aktuell erlebt die Region bewegte Zeiten:Weiterhin erregt das Großprojekt Stuttgart 21 die Gemüter, während hier seit Mitte 2016 die erste Koalition zwischen Grünen und CDU unter Führung der Grünen auf Landesebene regiert. Zeit, ein paar Vorurteile beiseite zu schieben und sich selbst ein Bild über das Leben in Stuttgart zu machen.

 

Autostadt Stuttgart: Nicht nur Ingenieure sind gefragt

Stuttgart ist eine Autostadt. Nicht nur sind die Hauptsitze von Porsche und Daimler hier, auch die Zulieferindustrie ist am Neckar und im Umland stark vertreten. Drei der zehn größten deutschen Automobilzulieferer haben ihren Hauptsitz in und um Stuttgart. Knapp 20 Prozent der Arbeitsplätze hängen hier am Fahrzeugbau. Die starke Industrie bringt viel Geld in die Region: Das Durchschnittsgehalt liegt aktuell bei 3.901 €, Singlehaushalte haben sogar 13 Prozent mehr zur Verfügung.

Um diese gute Position auszubauen, geht Stuttgart als Modellregion Elektromobilität voran. Die Unternehmen hier benötigen nicht nur klassische Automobilingenieure, denn das Auto von morgen ist vor allem IT-getrieben. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Entwicklern, Wirtschaftsingenieuren, IT-Projektmanagern mit Kenntnissen von HoustonIT oder ITIL sowie Experten für das Internet der Dinge (Industrie 4.0). Besonders punkten können Mitarbeiter, die C#, Java und Webentwicklung beherrschen und am besten schon Erfahrungen mitbringen.

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Und nach der Arbeit? Leben in Stuttgart

Aber Arbeit ist nur ein Teil des Lebens. Was hat Stuttgart nach Feierabend zu bieten? Die Lebensqualität in der Stadt ist hoch. Laut einer aktuellen Studie belegt Stuttgart Platz 3 in Punkto Work-Life-Balance und muss sich nur von Karlsruhe und Münster geschlagen geben. Ein Plus ist die vorhandene Verkehrsinfrastruktur. Dank eines gut ausgebauten U- und S-Bahn-Netzes braucht man kein Auto, um schnell von A nach B zu kommen. Im Vergleich mit anderen Städten sind die Preise für Fahrkarten allerdings eher hoch (2,40€ bis 8,50€ je nach Zone für einen Erwachsenen). Braucht man Abwechslung zum Leben in Stuttgart, kommt man per ICE bequem in alle großen deutschen Städte, auch nach Paris, Basel und Salzburg gibt es Direktverbindungen. Autobahnanschlüsse in alle Himmelsrichtungen sind hervorragend ausgebaut und auch der Flughafen ist gut per S-Bahn zu erreichen.

Dabei muss man gar nicht in die Ferne schweifen, denn an Freizeitangeboten mangelt es in Stuttgart nicht. In der Bundesliga-Saison ist die Mercedes-Benz Arena natürlich DER Magnet für Fußballfans. Wer allerdings nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga in der vergangenen Saison ein Topspiel ergattern will, sollte sich beeilen, denn die Tickets sind schnell ausverkauft. Das VfB-Krokodil gehört zu den Wahrzeichen der Stadt, das treue Fans schon durch gute und schlechte Zeiten begleitet hat und mal Leidensgenosse wie auch Glücksbringer ist. Der Fernsehturm ist nach langer Renovierung wieder begehbar und bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Weinberge im Umland. Im Sommer versüßen Schlossgarten, Uni-Park, Bärenschlössle, Schloss Solitude, Killesberg und Rosensteinpark das Dasein. Ein bisschen außerhalb sind der Märchengarten in Ludwigsburg und der Freizeitpark Tripsdrill lohnende Ausflugsziele. Im Winter trifft man sich in Waldau zum Eislaufen und wärmt sich hinterher auf einem der größten und ältesten Weihnachtsmärkte Europas in der Stuttgarter Innenstadt mit einem Glühwein auf.

Kultur und Unterhaltung für jeden Geschmack

Wer es etwas lauter bevorzugt, findet ebenfalls genug Angebote. In der Porsche-Arena und der Hanns-Martin-Schleyer-Halle stehen Shows und Konzerte auf dem Programm. Und der Schwabe ist an sich ein geselliger Typ. Darum kommt man im Frühjahr zum Frühlingsfest und im Herbst auf dem legendären Cannstatter Wasen zusammen. Zu jeder Saison gibt es die Max-Kade-Partys im Studentenwohnheim, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Denn es lebten in Stuttgart auch eine üppige Zahl an Studenten: Mit über 80.000 Studierenden und 14 Hochschulen im Großraum gibt es eine lebhafte Jugendszene und subkulturelles Angebot.

Auch kulinarisch kommt man auf seine Kosten: Maultaschen und Spätzle mit Soße sind die Stars der lokalen Küche und über die Stadtgrenzen hinweg bekannt und beliebt.  Naschkatzen kommen auch nicht zu kurz. Stuagerder Rossbolla und Wibele aus Biskuitteig sorgen für ein Zucker-High.

Hipper Westen, günstiger Osten

Die Stuttgarter Stadtteile sind einzigartige Quartiere mit jeweils eigenem Charakter und werden von über 620.000 Menschen bewohnt. Im Westen der Stadt lebt es sich schön und vor allem hip. Wer zur In-Crowd gehören will, wohnt hier oder geht zumindest hier weg. Vergleichsweise günstig und kulturell vielfältig ist der Osten der Stadt. Allerdings ist Stuttgart insgesamt ein teures Pflaster, wenn es um Wohnraum geht. Und wer aufs Budget nicht achten muss, findet auf dem Killesberg, in Degerloch und dem Bohnenviertel attraktive Wohngegenden, letztere lockt auch mit sanierten Altbauten.

Diese Mietmap zeigt genau, wie viel man im Durchschnitt für eine 70qm- Wohnung in den verschiedenen Stadtteilen Stuttgarts zahlt.

Miet-Map Stuttgart

Zum Shoppen geht man in die Königstraße, das Milaneo oder das Gerber. Im Anschluss findet man in der Nähe der Königsstraße, des Marktplatzes oder rund um den Hans-im-Glück-Brunnen zahlreiche Kneipen und Bars, in denen man den Tag ausklingen lassen kann. Für die bekanntermaßen phäben (hochdeutsch: geizigen) Schwaben sind das Schocken und der Keller Club gute Adressen. Das günstigste Bier der Stadt gibt es im Palast der Republik. Für den Hunger hinterher empfiehlt sich das Il Pomodoro in der Silberburgstraße. Dort gibt es traumhafte Pizza zu sehr vernünftigen Preisen.

Fragt man Stuttgarter, wie sie ihre Stadt beschreiben, fallen gerne mal die Begriffe „kehrwochig“, „phäb“ und „kesslig“. Ja es stimmt, die Schwaben sind oft bodenständig und praktisch veranlagt. Aber sie haben auch einen Sinn für die schönen Dinge im Leben und feiern die Feste, wie sie fallen. Das macht Stuttgart zu einer sehr lebenswerten Stadt, wie wir finden.

Titelbild: kallejipp / photocase.de

 

Redaktion

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